Der Anspruch:

"Wir werden nicht gegen den Willen der Bevölkerung entscheiden (...). Entscheidend sind die Stellungnahmen des Landkreises, aller Gemeinden, Institutionen und Verbände. "

Staatsminister Bocklet, Grafenauer Anzeiger vom 24.05.1995

In Wirklichkeit hat die Bevölkerung NEIN gesagt: 

  10.06.1995 In einer Unterschriftenaktion im Zwieseler Winkel stimmen 12.487 Personen gegen die Nationalparkerweiterung, darunter 2.013 Feriengäste.
  08.07.1995 In einer Abstimmung der Hauptausschussmitglieder des Bayerischen Waldvereins in Regen wird der Vorschlag des Präsidenten Landrat Heinz Wölfl, der Erweiterung zuzustimmen, mit 9:3 Stimmen abgelehnt.
  20.07.1995 Die Gemeinderäte von Bayerisch Eisenstein stimmen mit 10:1 Stimmen gegen die Erweiterung.
  25.07.1995 Die Stadträte von Zwiesel stimmen mit 17:6 Stimmen gegen die Erweiterung.
  18.09.1995 Im Kreistag Regen stimmen 31 Kreisräte gegen die Erweiterung und 30 Kreisräte dafür.
  21.04.1996 In einem Bürgerentscheid der Gemeinde Frauenau stimmen 73 % gegen die Erweiterung.
  09.06.1996 In einem Bürgerentscheid der Gemeinde Lindberg stimmen 83 % gegen die Erweiterung.
 
Trotzdem beschließt am 10. Juli 1997 der Bayerische Landtag auf Antrag der Staatsregierung, dass der Nationalpark Bayerischer Wald erweitert wird – gegen den Mehrheitswillen der ortsansässigen Bevölkerung!